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2. Spieltag

Deggendorf rührt Abwehrbeton an und gewinnt verdient 23:19

Da haben sich die zahlreichen Maßnahmen und Einschränkungen für die Zuschauer des HC Deggendorf an diesem Wochenende mal sowas von bezahlt gemacht. Kein Alkohol, keine größeren Gruppen, Mundschutz, dafür zwei Punkte für den heimischen Handballclub. Mit einer Klasse Partie über die komplette Spielzeit, einen bombastischen Abwehrleistung und zwei fantastischen Torhütern als Rückhalt, konnte man die Landesliga-Absteiger aus Freising stets im Zaum halten und holt sich am zweiten Spieltag gleich zwei womöglich ganz wichtige Punkte.

Rund 80 Fans des HC fanden sich unter bekannten Umständen am Samstag in der Comenius-Halle ein. An dieser Stelle sei schon mal gesagt, dass alle Anwesenden mit Disziplin glänzten, ohne die es am vergangenen Wochenende und auch in Zukunft nicht funktionieren würde. Auch Präsident Karl Ebner erinnerte in einer seiner traditionellen und allzeit gekonnten Rede zu Saisonbeginn nochmals an die Vorkehrungen und begrüßte auch nochmals die Neuzugänge Milan Sedivec Junior und Senior. Beide sollten die Heimpremiere mit einem breiten Grinsen und einem gelungenen Start erleben. Anpfiff in der Bogenbach-Arena und von Anfang an war zu sehen, wie die Deggendorfer an diesem Tag den Freisingern Einhalt gebieten wollten: mit einer kompakten und aggressiven Abwehrdeckung. Und das klappte von Beginn an gut. Zunächst mit Helber und Poek im Zentrum, agierte man ballbezogen, stellte die Gegner vor große Probleme im Aufbauspiel. Jedoch gelang es den Kontrahenten immer wieder über individuelle Einzelaktionen und Stückwerk, einen Weg an der Deckung vorbei zu finden. Nur gut, dass das Deggendorfer Torwartgespann Detlaf/Eberhardt einen absoluten Sahnetag erwischte. Zunächst Detlaf in Halbzeit Eins, dann Eberhardt der schier angestachelt von der bravourösen Leistung des Freundes und Mitspielers noch eine Schippe drauflegte. Für Deggendorf legte ein klasse aufgelegter Laurin Roth das erste Tor vor, ehe Freising egalisiert. Danach Sedivec Junior mit seinem ersten Treffer für die neuen Farben vor heimischer Kulisse. Es entwickelte sich von Minute Eins weg ein offener Schlagabtausch, der zur Überraschung aller von genau einer Sache nicht geprägt war: Tempo. Die Heimmannschaft mit einem andauernden Doppelwechsel in Angriff und Abwehr ausgebremst und auch die HSGler, die in der Vorwoche rein über das Tempospiel 41 Treffer erzielen konnten, ließen es sehr gemächlich im Zug nach vorne angehen. Dass auch der Grund, warum es Mitte der ersten Hälfte erst acht magere Treffer auf der Anzeige zu verbuchen gab- das Ergebnis aber ausgeglichen 4:4. Die Heimtruppe vom Gefühl her mit Oberwasser, jedoch fanden die Gegner immer wieder die passende Antwort. Erst kurz vor der Halbzeitsirene schafften es die Donaustädter durch Stubhahn und Sedivec erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung zu erzielen. Mit 9:7 ging es in die wohlverdiente Pause, die Deggendorfer Anhänger mehr als zufrieden mit der Leistung ihrer Farben. Coach Sedivec sen. lobte erneut die Leistung seiner Jungs, warnte aber im selben Satz noch davor, dass man im Angriff noch effizienter und gefährlicher werden müsse, um hier die Punkte in der Heimat behalten zu können. Gesagt-getan. Der HC wirkte zunächst etwas verunsichert, startet mit zwei leichten Ballverlusten in den zweiten Spielabschnitt. Nur gut, dass der vorhin erwähnte Dennis Eberhardt in dieser Phase die Kontrahenten schier zur Verzweiflung trieb. Dann die Chance für die Heimtruppe, die Weichen vorzeitig auf Sieg zu stellen. In einer größtenteils fair geführten Partie, kassierten gleich zwei Freisinger Spieler unmittelbar hintereinander eine Zeitstrafe, der HC in doppelter Überzahl. Aber anstatt den Vorsprung auszubauen, gelang es in dieser Phase Freising sogar zu verkürzen (12:10). Dann aber sofort Sedivec und Roth, beide mit einem tollen Tag, postwendend mit der Antwort zum 14:10 (42. Minute).

Eine super Bezirksoberliga-Partie auf Augenhöhe - dieser Handball-Sport hat einfach gefehlt. Freising kontert erneut, der Anschluss durch den stark agierenden Huzejrovic zum 14:12, ehe selbiger am überragenden Eberhardt von der Strafwurflinie scheitert. Poek und Lotos erhöhen erneut für die Heimmannschaft, ehe das Spiel immer mehr von Strafwürfen und Strafen gezeichnet wird. Es folgen fünf 7-Meter-Würfe im Wechsel, in der Abrechnung 2:2, da Kohlbauer einmal scheiterte. Es steht trotzdem 19:15 für den HCD, die es in dieser hektischen Phase schafften, den Sack durch eine erneut glänzenden Abwehrleistung so gut wie sicher zu zumachen.  Zwar konnten die Gäste nochmals auf 21:18 verkürzen, doch erneut Sedivec und Roth exekutierten alle Hoffnungen der Gegner auf einen Punktgewinn in der Ferne.

Mit 23:19 bleiben die Punkte an der Donau, der HC zeigt sich saisonübergreifend seit Langem einmal wieder in einer klasse Verfassung und setzt ein Ausrufezeichen in dieser langen und doch noch so unberechenbaren Corona-Saison. Am kommenden Samstag geht es dann auch gleich weiter. Denn auswärts beim SC Eching wartet ein weiß Gott nicht einfacher Gegner auf die Deggendorfer, die seit Ewigkeiten einmal wieder Lust darauf hätten, eine kleine Serie zu starten. Für Deggendorf spielten: (Tor) Eberhardt, Detlaf, (Feld) Roth (7), Sedivec (5), Stubhahn (5/1), Zaglauer (2), Lotos (2), Kohlbauer (1), Poek (1), Helber, Grbic, Schoenenberg, Grill und Aigner.

Ebenso siegreich im ersten Heimspiel zeigte sich die männliche C-Jugend im Vorspiel zu den Herren. Gegen die SSG Straubing-Aiterhofen konnten ein souveräner 22:16 Sieg verbucht werden.

Etwas unter die Räder geriet leider auswärts die männliche D-Jugend. Gegen den ESV 27 Regensburg hatte man nicht den Hauch einer Chance und verlor am Ende klar mit 34:10.

1. Spieltag

HCD erkämpft sich Unentschieden zum Saisonauftakt

 

HC muss sich zum Schluss noch einen Punkt erkämpfen

Die neue Saison hat noch gar nicht richtig begonnen, da beschert der HC seinem Neu-Trainer Milan Sedivec sen. gleich einmal ein Spiel mit Hochspannung bis zum Schluss. Nach einem grandiosen Start und einem zwischenzeitlich katastrophalen Durchhänger, heißt es nach einer 60-minütiger Achterbahnfahrt 26:26 gegen den Aufsteiger MBB Manching. Trotzdem zeigte sich Sedivec durchaus zufrieden. Warum? Hier die Auflösung:

Die Deggendorfer Handballer reisten zuversichtlich in den kleinen Markt nahe Ingolstadt. Nach der langen Corona-Pause hatte jeder wieder „Bock“ auf die Punktejagd zu gehen. Und das auch noch mit einem starken Kader. Alle verfügbaren Kräfte waren mit an Bord. Mittlerweile fast schwierig für Sedivec, der zu seinem Unmut direkt 5 Akteure für den zulässigen aktiven 14-Mann Kader streichen musste. Eine Breite Bank also beim HC, der aufgrund dessen auch voll aufs Tempo drücken wollte. Und so legten die Gäste auch dementsprechend los vor einer gespenstisch leeren Kulisse (der Markt Manching hatte noch keine Zuschauer zugelassen). Zwar legten die Hausherren das erste Tor der neuen Saison vor, postwendend antworteten sofort Grbic und Stubhahn je zwei Mal (3:4, 5. Minute). Vor Allem das schnelle Spiel über die erste und zweite Welle klappte von Anfang an klasse. Immer wieder war es dadurch Stubhahn mit einfachen Treffern, oder aus der zweiten Welle heraus Tore, gegen eine zum Teil ungeordnete Hintermannschaft der Hausherren. Und so gelang bis zur 21. Minute durch drei Treffer von Stubhahn in Folge eine komfortable 7-Tore Führung. Die Donaustädter machten bis dahin vieles richtig, auch wenn zum Teil die Defensive um die Rückkehrer Maurer und Helber noch nicht zu 100% in der Abstimmung harmonierte. Dies wusste vor Allem einer gut zu nutzen: Stephan Auernhammer. Der ehemalige Bayernliga-Spieler in Reihen der Manchinger wusste es immer wieder, wie er für Verwirrung sorgen konnte. Egal ob als Torschütze oder Vorbereitet, Auernhammer stellte den Abwehrverbund des HC immer wieder vor große Probleme. Und so markierte er alleine in den letzten zehn Minuten der erste Hälfte 5 Treffer. Bei dem guten Vorsprung der Deggendorfer eigentlich kein Beinbruch, vor Allem auch weil Goalie Denis Detlaf wieder fantastisch aufgelegt war. Allerdings verloren die Gäste nun auch in der Offensive den Faden. Viel zu hektische Abschlüsse, Fehlwürfe oder einfache Ballverluste durch technische Fehler häuften sich in Mengen. Es schien fast so, als der der alte HC Deggendorf aus der vorherigen Saison wieder auf der Platte. Das Momentum nun klar auf Seiten der Aufsteiger, die sich so bis zur Halbzeitsirene auf ein Tor Differenz ran kämpfen konnten. Mit 13:14 ging es in die Halbzeit. Coach Sedivec zeigte sich mit dem Angriff zufrieden, jedoch war in der Abwehr noch an einigen Stellschrauben etwas nach zu korrigieren.

Die Deggendorfer wollten gleich zu Beginn wie in Hälfte Eins über das Tempo klare Verhältnisse herstellen. Doch da hatten die Mannen des MBB etwas dagegen. Immer besser stellte sich der Aufsteiger auf das Spiel der Deggendorfer ein. Zwar gelang durch Stubhahn, Sedivec jun. und Roth erneut ein 3-Tore-Vorsprung, den jedoch Auernhammer postwendend egalisierte (17:17, 40. Minute). Der HCD fand immer weniger Mittel gegen die nun besser agierende 5:1 Abwehr der Heimmannschaft, die das Spiel immer mehr an sich reißen konnte. In der 48. Minute gelang ihnen der erste 2-Tore-Vorsprung, in der 53. waren es bereits 4 Treffer. Das Spiel schien beinahe verloren. Sedivec musste nun reagieren. Mit einer Manndeckung gegen den Hauptakteur Auernhammer, versuchte man den Manchingern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Und das sollte gelingen. Die Hausherren nun konfus im Angriff, mit Fehlwürfen und technischen Fehlern. Und der HC? Der hatte nun seine Möglichkeit auf einen Punktgewinn nochmals gewittert. Und so waren es im Verbund mit einer besser agierenden Abwehr Aigner, Poek, Lotos und Maurer, die tatsächlich durch 4 Treffer in Folge den 25:25 Ausgleich schafften (58. Minute). Gleich im ersten Spiel der Saison ein Herzschlagfinale. Die Heimmannschaft nun mit einem Time-Out, das jedoch nur für Deggendorf fruchtete: Ballgewinn hinten, dann vorne der starke Poek zum 25:26 für Deggendorf. Noch 30 Sekunden zu spielen. Dann Tom Aigner mit dem unglücklichen Foul im freien Wurf gegen den gegnerischen Werfer. Da bereits die letzte Minute angelaufen war, hatte dies eine rote Karte zur Folge, ebenso einen Strafwurf für den MBB, den erneut Auernhammer zum 26:26 verwandelt. Noch 20 Sekunden auf der Uhr, der HC im Ballbesitz. Grbic mit dem feinen Parallelpass auf Poek, der durch die Lücke einen stark (eventuell sogar zu stark) bedrängten Wurf ins Glück nimmt. Jedoch hatte der Manchinger Goalkeeper etwas dagegen und parierte den Wurf von Poek. Chance auf den Sieg vertan, jedoch zeigten die Deggendorfer, dass sie das Kämpfen nicht verlernt hatten. Ein Spiel, dass man womöglich letztes Jahr bei einem 4-Tore-Rücksprung 7 Minuten vor Ende noch kläglich verloren hätte, konnte durch tollen Kampf noch gedreht werden. Der Punktgewinn dadurch verdient und glücklich, auch wenn angesichts der ersten 15 Minuten womöglich mehr drin gewesen wäre. Nichts desto trotz zeigten sich Mannschaft und Trainer zuversichtlich und zufrieden. Mit einem Punkt startet man somit in die lange Saison 20/21, ehe man nächste Woche im ersten Heimspiel der Saison gegen Freising-Neufahrn einen gelungenen Einstand in heimischer Halle feiern will. Hierzu werden im kommenden Vorbericht für alle Zuschauer noch genaue Auflagen und Hinweise bezüglich des Hygiene-Konzepts in der Halle folgen.

 

Für Deggendorf spielten: (Tor) Eberhardt, Detlaf, (Feld) Stubhahn (8/2 Siebenmeter), Poek (5), Sedivec (4), Grbic (3), Lotos (2), Aigner (1), Maurer (1), Helber (1), Roth (1), Zaglauer und Grill.