7. Spieltag

Blöchinger hält HCD im Rennen

Überragender Torhüter sichert Handballclub zwei Punkte im Abstiegskampf

Darüber konnte er nach dem Spiel selber nur verschmitzt lächeln. Routinier Werner Blöchinger kam am vergangenen Samstag nach einigen Minuten in die Partie und zog mit einer Glanzleistung der gegnerischen Offensive den Zahn. Gepaart mit einem effizienten Angriff war, dass das Rezept, um gegen die HG Ingolstadt erfolgreich als Sieger von der Platte zu gehen. Am Ende hieß es 27:20 für die Deggendorfer, die sich somit alle Chancen auf den Klassenerhalt wahren.

Erfreulich für Trainer Milan Sedivec war die durchaus gute Situation bezüglich der Kadersituation. Er musste dieses Mal nur auf Aaron Zaglauer verzichten, dafür kehrte aber im Vergleich zum Spiel gegen die HSG Freising-Neufahrn mit Michal Pich und Fritz Helber nicht nur der gesetzte Mittelblock zurück, sondern mit Jakob Stubhahn ein Rückkehrer, der auf der Außenposition als Option in seine alte Rolle schlüpfte. Somit konnte Sedivec aus den Vollen schöpfen und nutzte dies natürlich auch aus. Die HC-Offensive um Lotos, Poek und Sedivec begann gut, zeigte zu Beginn schöne Spielzüge und bewies im Abschluss mehr Effektivität als zuletzt. Sedivec, Poek und Rückkehrer Stubhahn sorgten für die ersten drei Treffer ihrer Farben, jedoch hatte man in den ersten Minuten noch Probleme in der Deckung, den gegnerischen Angriff um Rückraumschütze Mats Keim den Zugriff zu bekommen. Vor Allem über die Außenposition konnten die Audi-Städter erfolgreich abschließen und auch Torhüter Dennis Eberhardt brachte keinen Finger an den Ball. Auch das schnelle Tempo der Gäste brachte die Deggendorfer immer wieder in Schwierigkeiten ,da sie ihren Akteur-Wechsel von Angriff auf Abwehr nicht immer vollziehen konnten. Bis zum 6:6 war die Partie aufgrund dessen sehr ausgeglichen (15. Minute). Doch dann kam wohl der entscheidende Schachzug von Milan Sedivec, der das Spiel zu Gunsten der Deggendorfer in die richtige Bahn lenken sollte. Er brachte den „alten Hasen“ Werner Blöchinger zwischen die Pfosten, der an diesem Tag über sich hinauswachsen sollte. Ein ums andere Mal entschärfte er die Bälle der Gegner, zusätzlich agierte die Defensive der Hausherren auch besser und aggressiver. Dieses Momentum nutzten die HCler im Angriff aus, um sich langsam aber sicher ein kleines Polster zu erspielen. Der erneut stark aufgelegte Michel Poek und Valentin Lotos erhöhen auf 12:7 (24. Minute). Gäste-Coach Markus Anders, der erneut aufgrund von Corona auf einige Akteure verzichten musste, versuchte mit einer Auszeit die Gastgeber nochmals etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das gelang ihm allerdings nur bedingt, denn der HC festigte den Vorsprung und ging mit einer 14:8-Führung zum Pausentee. Die zahlreichen erschienenen Fans der Deggendorfer sahen eine starke erste Halbzeit ihrer Mannen und hofften natürlich, dass das so weiter gehen würde. Auch Coach Sedivec mahnte in den Kabinen seine Mannschaft. Mit der klassischen Floskel „ein Spiel dauert 60 Minuten“ versuchte er sein Team nochmals zu weiteren effektiven 30 Minten zu animieren. Und die Donaustädter gingen mit einer ähnlichen Motivation zurück auf das Feld. Furios ging es sofort weiter, Tom Aigner erhöht zwischenzeitlich sogar auf ein 7-Tore-Defizit. Erschwerend für die angereisten Gäste kam dann auch noch die rote Karte gegen Rückraum-Shooter Mats Keim hinzu, der nach einem Gesichtstreffer gegen Milan Sedivec vorzeitig zum Duschen gehen musste. Dies nahm den Ingolstädtern dann wohl auch noch die letzte Kraft um sich nochmals gegen die Deggendorfer um Teufelskerl Werner Blöchinger aufzubäumen. Aigner und Sedivec schraubten das Torekonto weiter nach oben auf einen 9-Tore-Vorsprung (50. Minute). Jetzt war die Messe endgültig gelesen, das war auch beiden Trainern zu diesem Zeitpunkt bewusst. Jetzt bekamen auf beiden Seiten auch die Auswechselspieler ihre Spielzeiten und brachten ein durchwegs sehr faires Spiel für die Zuschauer sehenswert zu Ende. Beim Erklingen der Schlusssirene stand ein 27:20 Sieg für die HCler zu Buche, die damit ihre Hoffnung auf den späten Klassenerhalt noch wahren. Jetzt heißt es dranbleiben und versuchen in den verbleibenden zwei Partien noch die volle Punkteausbeute zu holen. Das nächste Mal sind die Deggendorfer dann auswärts gefragt und müssen zum ASV Dachau reisen, der sicherlich nochmal ein etwas härterer Brocken sein wird.

Für Deggendorf spielten: (Tor) Blöchinger, Eberhardt, (Feld) Poek(10/3), Sedivec(5), Stubhahn(3), Lotos(2), Stengl(2), Setlik(2), Aigner(2), Pich(1), Pylipp, Helber, Grill und Pasha.

6. Spieltag

Ausrufezeichen im Abstiegskampf

HCD gewinnt klar gegen Schlusslicht Manching - weibliche A-Jugend ebenfalls erfolgreich

 

Es sollte der erste Schritt Richtung Klassenerhalt werden. Und dies gelang dem HC Deggendorf eindrucksvoll. Mit 31:17 fegten die Donaustädter den MBB Manching aus der Halle und zeigte sich nach einer langen Spielpause eine weitestgehend ansprechende Leistung. Vor Allem Poek und Sedivec glänzten dabei in der Offensive mit jeweils 8 Treffern.

Den Rhythmus wieder schnell finden - das sollte das wichtigste Dogma des HC vor dem Spiel sein. Nach einer 7-wöchigen Spielpause im laufenden Spielbetrieb der Bezirksoberliga Altbayern wusste Coach Milan Sedivec noch nicht ganz, wo seine Mannschaft stehen würde. Der vorletzte Tabellenplatz spricht jedoch für sich. Die bisherige Saison verlief alles andere als optimal. Und nun wollte man gegen den Tabellenletzten den ersten Schritt in die richtige Richtung raus aus dem Tabellenkeller machen. Gute Voraussetzungen dafür bot die Kadersituation, die Sedivec mit einem lachenden und einem weinenden Auge begutachtete. Zwar fehlte fast-Rückkehrer Peter Gasz kurzfristig verletzungsbedingt, jedoch meldete sich Rückraumakteur Michl Poek rechtzeitig fit zurück. Den Ausfall von Gasz sollte zudem Michal Pich wett machen. Der gebürtige Tscheche spielt bereits seit Jahren in Deutschland und ergänzte mit Fritz Helber in der Deggendorfer Abwehr den Mittelblock. Ebenfalls neu zum Team dazu stieß Julian Pylipp. Der ehemalige Mettener fand ebenfalls während der Spielpause zum HC Deggendorf um seine Stärken vor Allem in der Defensive mit einfließen zu lassen. Der Kader der Deggendorfer also nochmals verstärkt und prall gefüllt für das Aufeinandertreffen mit Manching. Jene mussten auf ihren Toptorschützen Stephan Auernhammer verzichten. Ebenso hatten leider auch die Gäste mit zahlreichen Abgängen während der Pandemie-bedingten Pause zu kämpfen und mussten mit einem Rumpfkader zum Kellerduell antreten.

Die Partie startete leider sehr holprig. Womöglich war beiden Teams das unregelmäßige Spielen anzumerken. Zwar gelang dem HC durch Poek und Grill ein gelungener Einstand zum 2:0, jedoch wurde das Spiel zunehmend mehr durch Fehlwürfe und technische Fehler geprägt. Und auch in der Defensive merkte man, dass die neu formierte Deckung mit Helber/Pich nicht gleich Zugriff auf die Gegner fand. Immer wieder gelang es den Gästen einfache und oft unkonventionelle Treffer zu erzielen. Bis zum 4:4 (10. Minute) gestaltete sich das Spiel relativ ausgeglichen. Denn auch im Umschaltspiel gelang es den Deggendorfern nicht so richtig Tempo aufzunehmen. Der Wechsel zwischen Angriffs- und Abwehrakteuren war hauptsächlich schuld daran. Doch dann zogen die Hausherren die Zügel an. Vorne gelang es nun durch schöne Auftaktspielzüge mehr Bewegung in die gegnerische Abwehr zu bringen. Dies ermöglichte den Angreifern um Poek, Sedivec und Lotos klare Torchancen zu erarbeiten. Gleichzeitig wurde man nun auch im Torabschluss effizienter. Und auch die Deckung arbeitete zunehmend besser, machte es dem Manchinger Angriff schwer, Torchancen zu kreieren. Die Heimtruppe nutze dies und vergrößerte das Torpolster Schritt für Schritt. Viermal in Folge netzte ein gut aufgelegter Milan Sedivec junior ein, schraubte das Ergebnis auf 9:5 hoch. Und bis zur Halbzeitsirene legten die Deggendorfer nochmals eine Schippe drauf. Mit 14:7 ging es dann zum Pausentee. Die HCl er vorne wie hinten klar überlegen. Coach Sedivec zeigte sich sehr zufrieden, mahnte jedoch seine Mannschaft davor, zu früh das Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Und seine Mannen machten auch nicht den Anschein danach. Vor Allem im Angriff legte Jan Stengl jetzt im linken Rückraum richtig los und wurde immer wieder schön von seinen Mitspielern in Wurfposition gebracht. Das Einzige was zu bemängeln war in dieser Phase ist die Tatsache, dass sich erneut die Abwehr etwas schwer tat in den ersten Minuten den Zugriff zu finden. Immer wieder was es vor Allem Tim Schweiger, der einen Weg an der Deggendorfer Deckung vorbei fand. Jedoch gelang es den Donaustädtern nach kurzer Zeit auch hier wieder besser ins Spiel zu finden. Mitte der zweiten Hälfte gelang es somit über Poek, Setlik, Stengl und Sedivec den ersten 10-Tore-Vorsprung zu erspielen, die Messe war nun längst gelesen. Die Deggendorfer verwalteten nun das Ergebnis souverän durch Treffer von Zaglauer und Czisch und ließ sich so die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und konnte gleichzeitig noch etwas für das Torverhältnis machen können. Beim Spielstand von 31:17 ertönt dann die Schlusssirene, die Deggendorfer feiern sichtlich erleichtert mit ihren zahlreich erschienen Zuschauer in der Comenius-Halle. Damit verschafft sich der Handballclub eine deutlich bessere Ausgangslage im engen Rennen um den Abstieg. Dringend nötig beim Blick auf das Restprogramm des HC. Denn in den kommenden Wochen versuchen ausschließlich Gegner aus der oberen Tabellenhälfte, den Deggendorfern Steine in den Weg zu legen. Die ersten die dies versuchen werden, kommen aus Freising-Neufahrn. Nach einer einwöchigen Spielpause werden sie als Erste versuchen, dem HCD ein Bein zu stellen. Für Deggendorf spielten: (Tor)Eberhardt, Detlaf, (Feld) Poek(8), Sedivec(8), Stengl(5), Lotos(2), Setlik(2), Czisch(2), Pasha(2), Zaglauer(1), Grill(1), Helber, Pylipp und Pich.

Am Sonntag waren dann die weibliche A-Jugend sowie die männliche D-Jugend im Einsatz. Letztere konnte leider den erfolgreichen Vortag nicht fortsetzen. Mit 12:26 geriet man gegen die HG Amberg etwas unter die Räder, gab aber zu jederzeit sein Bestes. Besser machte es dann die weibliche A-Jugend. Die Mädels von Coach Aaron Zaglauer bezwangen Mintraching/Neutraubling klar mit 32:21 und behalten die zwei Punkte in der Heimat.

 

5. Spieltag

Last-Minute-K.O. für den HCD

Langer Kampf wird nicht belohnt - Deggendorf lässt wichtige Punkte liegen Man könnte jetzt natürlich anfangen nach diversen Ausreden für die Niederlage auswärts beim TSV Schleißheim zu suchen. Klar ist 20:00 Uhr eine denkbar unangenehme Zeit, erst recht in der Ferne. Natürlich tun sich Spieler, die es gewohnt sind mit Harz zu spielen, plötzlich ganz schön schwer, wenn sie jenes nicht benutzen dürfen. Und selbstverständlich ist es nach einer zweimonatigen Spielpause schwer, sofort wieder den Rhythmus zu finden. Jedoch muss man nach dem Spiel ganz klar sagen, dass es an all dem alleine nicht gelegen hat. Denn nach einem holprigen Start, hatte man vor Allem im zweiten Spielabschnitt alles selbst in der Hand. Leider war es wie in Vergangenheit so oft das eigene Unvermögen, dass den HC nun noch etwas weiter in potenzielle Abstiegssorgen treibt.

Endlich war es wieder soweit. Die Deggendorfer Jungs hatten nach der langen Handball-Abstinenz wieder richtig Bock auf das Parkett. Der Kader war gut gefüllt, etwas geschmerzt hat dabei sicher die Abwesenheit von Martin Setlik, der als Alternative am Kreis und in der Deckung Trainer Milan Sedivec immer mehr Spielraum und Flexibilität bietet. Glücklicherweise war zumindest Michel Poek mit an Bord, der sich von Beginn an neben Lotos und Sedivec jun. in der Rückraumachse einfand. Doch vom Anpfiff weg war den Gästen von der Donau an zu erkennen, dass der Rhythmus und die Abstimmung fehlt. Immer wieder kamen die Schleißheimer zu einfachen Toren. Dabei ist es rein Torhüter Dennis Eberhardt zu verdanken, dass die Hausherren es nicht früher schafften, einen größeren Vorsprung zu erspielen. Das Problem lag sicherlich vorrangig in der Offensive. Eigentliche lud der TSV mit einer offensiveren Deckung die Deggendorfer regelmäßig dazu ein, ihre Stärken auszuspielen. Doch technische Fehler und verfrühte, sowie ungenau Abschlüsse zeichneten das Spiel. Klar waren immer wieder Lichtblicke dabei, bei denen über schöne Spielzüge klare Torchancen erspielt werden konnten, die vor Allem über Poek und Stengl vollendet wurden. Jedoch waren es leider nur Lichtblicke. Somit erspielten sich die Hausherren einen kleinen aber feinen Vorsprung. Ein frühes 5:3 kontert zwar Milan Sedivec jun. mit einem erfolgreichen Strafwurf. Doch der Topscorer der Schleißheimer, Florian Hörath, antwortet mit einem Dreierpack (8:4, 13.Minute). Der HC also früh in der Bedrängnis, erst recht, weil vorne nach wie vor der Motor nicht heiß laufen wollte. Jedoch hielt nach wie vor Eberhardt zwischen den Pfosten seine Farben im Spiel, vorne konnte man durch Poek, Zaglauer und Lotos den Anschluss wahren (10:8). Aber anstatt aus den schön herausgespielten Anschlusstreffern etwas Schwung mitzunehmen, verlief man sich erneut in Einzelaktion und Ballverluste. Bis zur Halbzeitsirene baute die Heimmannschaft die Führung nochmals auf drei Treffer aus. Mit 14:11 geht es zum Pausentee, Coach Sedivec auf dem schmalen Grat zwischen Freud und Leid. Noch 30 Minuten auf der Uhr, noch alles offen. Der HC erarbeitete sich nun ein einfaches Konzept, das als Rezept auf dem Weg zum Punktgewinn dienen sollte. Jetzt galt es nur noch, besagtes Rezept in die Tat umzusetzen. Das gelang allerdings nicht auf Anhieb. Die zweite Hälfte startet mit einem offenen Schlagabtausch, beide Mannschaften zeigten annähernd eine identische Leistung. Immer wieder schöne Spielzüge, genauso aber Abspielfehler und Verwirrung in der Abwehr. Licht und Schatten also auf beiden Seiten. Nach circa acht Minuten im zweiten Abschnitt, gewannen die Donaustädter an Oberwasser. Die nun offensiver agierende 5:1-Deckung der Deggendorfer zeigte mehr Aggressivität, zwang die Gegner zu noch mehr einfachen Fehlern. Und offensiv gelang es nun deutlich besser, das Vorgenommene umzusetzen. Lotos und ein doppelter Poek sorgen nach einer disziplinierten Phase endlich für den 17:17 Ausgleich in der 40. Minute. Alles wieder drin und die Partie offen, ebenso wirkt Deggendorf jetzt wacher und mit Aufwind. Doch diesen Lauf wollten die Gastgeber um jeden Preis unterbrechen. Das funktionierte auch. Ab nun ging es munter Hin und Her. Ein Team legte vor, das Andere glich im Handumdrehen wieder aus. Zu diesem Zeitpunkt war den meisten bereits klar, dass es eine spannende Schlussphase geben wird, bei der der Ausgang noch völlig offen war. Ärgerlich aus Sicht des HC war erneut, dass man es durch viele vergeben Torchancen und technische Fehler einfach nicht schaffte, sich abzusetzen. Das war teilweise einfach nicht genug, um so ein Spiel dann klar für sich zu entscheiden. Und so kam es womöglich, wie es kommen musste. Noch eine Minute auf der Uhr beim Spielstand von 27:26. Milan Sedivec jun., der die Minuten davor richtig heiß gelaufen war, erzielt den Ausgleich für seine Mannen. Der TSV im Ballbesitz, die Donaustädter jetzt durch gute Arbeit nur noch auf eine Punkteteilung aus. Doch wiederum konnte man nicht in letzter Konsequenz seine Leistung zeigen, gibt dem Gegner die leichte Möglichkeit auf halb links durch die Lücke zu brechen, was letztlich in einem Strafwurf für die Hausherren endete. Schleißheim verwandelt, die Uhr abgelaufen. Die Heimmannschaft sichert sich in der spannenden Partie die wichtigen zwei Punkte, der HC muss mit hängenden Gesichtern und Fassungslosigkeit die Heimreise leer antreten. Nach der sehr fair geführten Partie (es gab keine einzige 2-Minuten-Strafe im Spiel!) waren sich Co-Trainer Helber und der gegnerische Coach einig: „Heute haben wir uns beide nicht mit Ruhm bekleckert, mit dem glücklicheren Ende für Schleißheim“. Somit rutscht der HC Deggendorf auf Rang 10 von 12 ab und steht jetzt mittendrin im Tabellenkeller. Bei den verbleibenden Spielen muss man nun alles geben und darf sich nicht mehr allzu viele Ausrutscher erlauben. Das wird beim nächsten Gegner dann auch nicht wirklich einfacher. Denn am 12.2 reist dann der Aufstiegsaspirant aus Ingolstadt an die Donau. Für Deggendorf spielten: (Tor) Eberhardt, Blöchinger, (Feld) Poek(7/2), Stengl(5), Sedivec(4/1), Zaglauer(4), Lotos(3), Aigner(2), Grill(2), Pasha, Buchner und Schoenenberg.

Glücklicherweise lief es zumindest bei der männlichen C-Jugend etwas besser. Die Jungs mussten auswärts beim ETSV Landshut 09 ran. Dabei behielt man mit 25:20 die Oberhand und nimmt die zwei Punkte mit nach Hause.

 

 

4. Spieltag

Lebenszeichen vor dem Lockdown

HCD holt nach starker zweiter Hälfte wichtige Auswärtspunkte

 

Mal sehen wie lange der aktuelle Saisonbetrieb nun für den HC Deggendorf brach liegt. Eins steht jedoch fest: der Handballclub sichert sich noch einmal zwei wichtige Auswärtspunkte in der Ferne. Nach einer sehr unglücklichen ersten Halbzeit raufte man sich zusammen und konnte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung den MTV Pfaffenhofen mit 29:34. Einziger Wermutstropfen bleibt eine Verletzung von Außenspieler Oliver Grill.

Die politische Situation war bereits vor dem Spiel klar. Die Deggendorfer stehen vor einem mindestens dreiwöchigen Lockdown mit Schließung der Sporthallen. Folglich ruht der Handballsport also vorerst an der Donau. Und auch drumherum war im Ligabetrieb einiges los beziehungsweise gar nichts. Alle Partien der Bezirksoberliga wurden am vergangenen Wochenende abgesagt. Jedoch waren sich die Vereinsverantwortlichen beider Teams einig. Das Spiel sollte stattfinden, denn keiner weiß, ob es denn nicht das Letzte für unbestimmte Zeit sein sollte. Somit machten sich die Deggendorfer auf den langen Weg an die Ilm mit einer klaren Mission: um jeden Preis punkten. Denn ein Blick auf die Tabelle lässt die HCl er zurzeit nicht gerade mit einem Lächeln im Gesicht zu Bett gehen. Mit der roten Laterne fest im Griff rangiert man auf dem letzten Tabellenplatz, den MTV im Tabellenmittelfeld jedoch bereits im Blick. Big-Points also, die es zu holen gab.

Coach Sedivec konnte zudem annähernd aus den Vollen schöpfen. Lediglich die Langzeitausfälle Grbic, Baumann und Gasz fehlten, ebenso Rückraumakteur Michael Buchner. Das restliche Team in guter körperlicher Verfassung und willig den Gastgebern die Punkte zu entführen. Und die Deggendorfer legten auch gleich mal ganz ordentlich los. Gegen die offensiv agierende Abwehr der Heimmannschaft konnte man im Handumdrehen durch hohes Tempo und geschicktes Spiel ohne Ball die Oberhand gewinnen. Auf den ersten Treffer von Jan Stengl setzten Grill, Zaglauer und Lotos gleich noch eins drauf (1:4, 6.Minute). Alles sah danach aus, als würde der Plan von Coach Milan Sedivec aufgehen, der genau jene Spielweise gefordert und in der Vorwoche intensiv trainiert hatte. Allerdings ließen sich die Mannen von der Donau zunehmend vom sehr statischen Angriffsspiel der Hausherren einschläfern und verloren mehr und mehr den Faden. Im Deckungsverbund ließ man die Aggressivität und Agilität zunehmend vermissen, zudem hatten die Deggendorfer Torhüter erneut keinen guten Tag erwischt und konnten kaum Bälle zwischen den Pfosten entschärfen. Ebenso im Angriff, denn die gut funktionierende Offensive agierte zunehmend fahrig, ließ erneut viele freie Würfe liegen und zeigte kein gutes Rückzugsverhalten. Die Konsequenz kam im Handumdrehen. Denn mit den heimischen Fans in der gut besuchten Halle im Rücken, witterten die Pfaffenhofener die Chance, den HCD zu schlagen. Zunächst der Ausgleich beim 7:7 durch Zach, dann zogen die Gastgeber sogar auf 16:12 davon. Die Deggendorfer in dieser Phase ideenlos und planlos. Es wirkte plötzlich fast so, als hätte man die Lust am Spiel verloren. Fehlende Stimmung und kein Hauch von Kampfgeist und Wille, luden die MTVler förmlich dazu ein, die Führung bis zur Halbzeitsirene auf 18:14 zu verwalten. Sedivec wirkte fast etwas ratlos. Genau zehn Minuten lang hatte seine Mannschaft genau das umgesetzt, was er gefordert hatte. Und ohne jeden Grund verlor man dann komplett den Faden und zeigte dabei keinerlei Gegenwehr. Co-Trainer Helber appellierte verzweifelt an den Kampfgeist seiner Mitstreiter. Und das fruchtete! Zurück auf der Platte wirkten die Mannen von der Donau wie ausgewechselt. Hohes Tempo und bewegliches Angriffsspiel standen plötzlich wieder auf dem Plan. Auch die Umstellung von Sedivec auf eine etwas offensivere Abwehrvariante zeigte seine Wirkung und brachte die Hausherren zur Verzweiflung. Mit einem furiosen 2:8-Lauf innerhalb von zehn Minuten drehte man die Partie komplett (20:22). Stengl, Sedivec, Poek und Lotos zeigten endlich Durchschlagskraft und trafen nun auch ins Netz. Fast wie im Rausch hatte der Handballclub nun die Zügel in der Hand und versuchte nun auch am Ball zu bleiben. Zwar gelang es Pfaffenhofen wieder besser ins Spiel zu finden, doch Deggendorf blieb am Drücker. Poek, erneut Sedivec und Setlik erhöhen auf eine 4-Tore-Führung für ihre Farben (22:26). Unglücklicherweise verletzte sich just in dieser Phase Oliver Grill am Sprunggelenk so schwer, dass die Partie für ihn beendet war und er womöglich nun auf unbestimmte Zeit ausfallen wird. Doch das gab seinen Mitspielern nur noch mehr Siegeswillen. Zwar verkürzt Zach nochmal, doch der starke Jan Stengl, Poek, Aigner und Lotos antworteten darauf und brachten die Donaustädter auf die Siegerstraße (25:32, 55. Minute). Die Partie war nun gelaufen, die Schlusspunkte setzten Michel Poek und der ebenfalls toll aufgelegte Aaron Zaglauer zum 29:34 Endstand.

Nach einer ersten Halbzeit zum Vergessen und viel Unzufriedenheit, antworteten die Deggendorfer mit einer fantastischen und geschlossenen Mannschaftsleistung in Hälfte zwei und holen somit wichtige Punkte im Kampf aus dem Tabellenkeller. Mit 4:6 Punkten steht man nun in einem sehr dichten Tabellenmittelfeld und hat nun damit eine gute Ausgangslage, sofern die Saison fortgesetzt wird. Die kommenden Wochen bleiben nun ungewiss. Ob das nächste Heimspiel am 04.12. gegen die HG Ingolstadt stattfinden kann, steht noch in den Sternen. Der HC Deggendorf wird jedoch über alle Verfügbaren Kanäle darüber informieren.

Für Deggendorf spielten: (Tor) Detlaf, Eberhardt, (Feld) Stengl(8), Zaglauer(6), Lotos(6), Poek(4), Setlik(4), Sedivec(3), Aigner(2), Grill(1), Pasha und Czisch.

Das einzige Heimspiel am vergangenen Wochenende bestritt die männliche C-Jugend. Im Lokalderby gegen die SSG Metten II musste man sich leider knapp beugen. Mit 20:24 ging die Partie verloren und somit konnten die Punkte nicht in der Heimat behalten werden.

3. Spieltag

Der Knoten platzt mit lautem Knall

HC Deggendorf schockt nach Torfestival Burghausen mit 35:31

 

Noch vor ein paar Tagen hieß es im Vorbericht zum vergangenen Spieltag des HC Deggendorf „Der Knoten muss platzen“. Und das tat er letztendlich auch - und wie. Mit einer kämpferischen und leidenschaftlichen Leistung ab der ersten Spielminute konnte der Handballclub aus Deggendorf endlich überzeugen. Vor einer tollen Kulisse in der gut besuchten Comenius-Halle hieß es bei Erklingen der Schlusssirene 35:31 für die Hausherren. Dabei war nicht nur der platzende Knoten zu hören, sondern auch sprichwörtlich der Stein, der den Deggendorfern vom Herzen fiel.

Mit einem guten Gefühl gingen die Mannen von Milan Sedivec in den Samstagnachmittag hinein. Unter der Woche trainierte man konzentriert, legte den Fokus auf aufgefallene Schwächen im Abwehrriegel und bei der Chancenverwertung. Und auch das Personalboot um Kapitän Lotos war voll besetzt, einzig Baumann und Grbic fehlten verletzt. Endlich wollte man sich selbst und vor Allem auch den zahlreichen HCD-Anhängern zeigen, dass die Leistung der ersten beiden Spiele nicht der Anspruch der Sedivec-Truppe war.

Und das zeigten sie von Anfang an. Mit einer konzentrierten und stabilen Deckung, legten die Deggendorfer vor. Und vorne im Angriff zeigte man Effizienz und Zielstrebigkeit, so wie es der Trainer gefordert hatte. Vor Allem die etwas offensiver agierende 5:1-Deckung der Gastgeber fruchtete von Beginn an. Doch das spiegelte leider der Spielstand lange nicht wider. Oft fehlte am Ende des gegnerischen Angriffs der letzte Wille und auch die Deggendorfer Torhüter Detlaf und Eberhardt hatten wahrlich nicht ihren besten Tag erwischt. Das nutzten allen voran die Burghausener Lukic, Schreyer und Kalchauer, die zusammen für 21 Treffer der Gäste verantwortlich waren. Jedoch zeigten die HCler an diesem Tag auch in der Offensive, dass sie durchaus auch treffsicher agieren können. Sedivec, Lotos und Poek sorgten dafür, dass ihre Farben nicht frühzeitig in Rückstand gerieten. Schön zu sehen war, dass auch die Neuzugänge Jan Stengl und Martin Setlik endlich richtig angekommen waren. Und das zeigten sie mit teils sehenswerten und tollen Treffern. Über die Spielstände von 5:5, 8:8 und 11:11 gestaltete sich ein ausgeglichenes Spiel, das vor Allem durch die zahlreichen Treffer ein wahrer Augenschmaus für die Zuschauer war. Dann schafften es die Donaustädter erstmals sich etwas abzusetzen. Lotos, Poek und Buchner erhöhen auf 14:11. Mehr und mehr kamen die Deggendorfer in Fahrt und konnten nun auch in der Deckung effektiver agieren. Bis zum Pausentee konnte man sogar durch Sedivec Junior noch auf 19:15 erhöhen.

Der Teamchef zeigte sich zufrieden, angesichts der 19 Treffer innerhalb der ersten 30 Spielminuten. Lediglich an den 15 Gegentreffern hatte er noch etwas auszusetzen. Denn hierbei wirkte die Abwehr teilweise einfach noch etwas zu defensiv in manchen Aktionen. Doch die Hausherren machten dort weiter, wo sie in der ersten Hälfte aufgehört hatten. Sedivec, Aigner und Rückraum-Kanonier Jan Stengl erhöhten auf 25:16. Die Deggendorfer spielten sich nun immer mehr in Rage, das Publikum peitschte ihre Mannen immer mehr an und endlich zeigten die Donaustädter, was sie draufhaben. Und diesen Vorsprung konnte man auch lange verteidigen. Zwar hatten die Herzogstädter immer wieder eine Antwort parat, jedoch konterten die Hausherren diese jeweils umgehend. Die Schäfchen schienen im Trockenen zu sein, glaubten zumindest Alle. Kaum zu glauben also, dass es gen Ende noch einmal spannend wurde. Denn zum einen die bis dahin souverän wirkenden Unparteiischen, zum anderen die wieder Mals einschleichenden Leichtsinnsfehler der Deggendorfer sorgten dafür, dass man die Gäste nochmals an eine Sensation glauben ließ. Unter der Federführung von Christoph Kalchauer mauserten sich die Gäste Schritt für Schritt an die deutliche Führung der Gastgeber heran, in der 55. Minute hieß es plötzlich nur noch 33:30. Doch die HCler ließen sich die Butter nun nicht mehr vom Brot nehmen. Valentin Lotos und Martin Setlik machten durch ihre Treffer alles klar und bescherten den Deggendorfern die ersten Punkte der noch jungen Saison. Damit verlässt der HC den letzten Tabellenplatz und schiebt sich auf Platz 9 der Tabelle, was jedoch nach wie vor nicht den eigenen Ansprüchen entspricht.

Kommenden Sonntag geht es dann bereits weiter und man hat die Möglichkeit sich weiter vom Tabellenkeller zu separieren. Denn mit dem SC Eching wartet ein direkter Tabellennachbar auf die Deggendorfer. Spielbeginn ist dann um 18:30 Uhr in Eching.

Für Deggendorf spielten: (Tor) Eberhardt, Detlaf, (Feld) Stengl(8/1), Lotos(7), Sedivec(5/1), Aigner(5/2), Poek(5), Setlik(4), Buchner(1), Pasha, Recica, Zaglauer, Grill und Schoenenberg.

Eine kämpferische Leistung zeigte ebenfalls eine dünn besetzte weibliche A-Jugend am vergangenen Samstag. Nach einem lang ausgeglichenen Spiel, mussten die Deggendorferinnen 25 Minuten durch den Ausfall einer Spielerin in Unterzahl zu Ende spielen. Und doch schafften es die Mädels einen Sieg zu erringen. Mit 25:24 konnte man sich in einem Herzschlagfinale gegen die JHG Regendreieck durchsetzen.

Weniger erfolgreich war hingegen die männliche D-Jugend im Auswärtsspiel gegen den ESV Regensburg. Mit 39:10 endete die Partie und wieder einmal hieß es „nichts zu holen“.

 

 

2. Spieltag

Tiefschlaf, Aufholjagd, keine Punkte

Erneute katastrophale erste Hälfte kostet HC Deggendorf die Punkte

Eigentlich wollten die Deggendorfer Handballer nicht den gleichen Fehler wie in der Vorwoche machen. Dringlichst wollte man ein Deja-Vu vermeiden. Das gelang leider nicht. Wie bereits eine Woche zuvor beim Saisonstart gegen den ETSV Landshut verschliefen die Donaustädter die erste Hälfte auf der Platte und genau wie zuvor zahlte sich die Aufholjagd in der zweiten Hälfte nicht aus. Das Resultat: eine 24:20 Auswärtsniederlage bei der TG Landshut II, erneut null Punkte und der letzte Tabellenplatz nach dem zweiten Spieltag.

Die Zeichen standen grundsätzlich gut für das Team von Milan Sedivec. Unter der Woche trainierte man konzentriert, setzte den Fokus auf die Abwehr und versuchte die Kommunikation im Mittelblock zwischen den neuen Gesichtern Setlik, Stengl und der restlichen Truppe zu forcieren. Und auch der Kader strotzte vor motivierter Man-Power! Bis auf die Verletzten Zeljko Grbic und Emil Baumann konnte man aus den vollen Schöpfen und den Gastgebern der TG Mipa eine schlagkräftige Truppe entgegenstellen. Wie bereits vermutet, bestätigte sich in Landshut das Klischee der „Wundertüten-Mannschaft“, was nicht daran lag, dass sich die Reserve der Bayernliga-Mannschaft an deren Spieler vergriff. Eine blutjunge Truppe um Langzeit-Rückraum-Ass Dino Elezovic machte sich locker und unvoreingenommen in der Halle des Sportzentrum West warm. Was auf die Deggendorfer zukommen würde, wusste keiner so recht. Davon wollte man sich auch nicht beeinflussen lassen. Vielmehr sollte der Fokus wieder auf alte Handballtugenden geworfen werden: eine kompakte aggressive Abwehr, Zug aufs Tor und vor Allem Kampf und Teamgeist. Genau diese Tugenden ließ der HC in der kompletten ersten Hälfte hinter sich.

In der Deckung agierte man erneut fahrlässig, ließ die Gegner gewähren und machte es der Heimtruppe leicht, sich Chancen zu erarbeiten. Einzig Denis Detlaf konnte mit einigen Paraden noch entgegenhalten. Jedoch konnte er aber auch nur hilflos von hinten zusehen, was die Truppe von Sedivec im Angriff zeigte. Ideenlosigkeit, Stückwerk und Einzelaktionen geprägt von oft fahrlässigen Abschlüssen waren der Grund, warum Landshut zudem oft zu einfachen Gegentreffern über die zweite Welle kam. Denn zu allem Übel war man auch in der Rückwärtsbewegung viel zu unkonzentriert. Landshut konnte sich somit früh absetzen. Zwar legte der HC durch Tom Aigner vor, doch schnell verfiel man in oben genannten Mustern. Kagerer und Baumhardt auf Seiten von LA erhöhten ganz schnell auf 6:1. Die Gastgeber euphorisch, die Gäste lethargisch und ideenlos. Sedivec zieht früh die Reißleine mit einem Time Out, versucht seine Farben aus dem Tiefschlaf zu wecken. Jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Zwar markiert Michel Poek den zweiten Treffer für den HC, doch auf beiden Seiten des Spielfeldes konnte man nicht zwingend die Landshuter in Verlegenheit bringen. So setzten sich die Hausherren über die Spielstände 7:4 und 10:5 bis zur Halbzeitsirene auf 14:7 ab. Kein Aufbäumen der Deggendorfer. Landshut ging dagegen mit einem verschmitzten Lächeln in die Kabine. Die Bilanz: 14 Fehlwürfe und diverse technische Fehler und Fehlpässe sprechen für sich. Hängende Köpfe in der Umkleide, Ratlosigkeit. Doch Sedivec versucht die richtigen Worte zu finden, erinnert sein Team daran, dass man auch in der Vorwoche durch eine fulminante Aufholjagd nochmal alles möglich machte. Doch nach Anpfiff zunächst eine sinnbildliche Szene. Eine Zeitstrafe kurz vorm Ablaufgen der ersten Hälfte gegen Michael Buchner wurde prompt verdrängt, mit voller Spieleranzahl startete man in den zweiten Spielabschnitt. Das blieb von den sehr gut agierenden Schiedsrichtern Lutz/Spandau nicht lange unbemerkt, die somit gegen die Bank zusätzliche zwei Minuten aussprechen mussten, der HC startet also nur noch mit vier Feldspielern. Doch überraschenderweise ließen sich die Donaustädter dadurch nicht noch weiter demotivieren-im Gegenteil. Es zeigte sich ein Aufbäumen. Und vor Allem ein Spieler in Reihen der Gäste lief plötzlich zur Höchstform auf: Michel Poek. Ein ums andere Mal vernaschte er die Deckung, netzte entweder selbst aus Rückraum oder von der Strafwurflinie ein oder glänzte mit tollen Assists. Allein sieben der folgenden acht Treffer für Deggendorf gingen auf seine Kappe, der wuchtige Rückraum war kaum zu bremsen. Und auch in der Defensive agierte man deutlich engagierter als noch in Halbzeit Eins. Mit einer offensiveren 5:1 Deckung mit Valentin Lotos an der Front, zwang man die Hausherren ein ums andere Mal zu Fehlwürfen, oft toll pariert durch Dennis Eberhardt, und technischen Fehlern. Und so schaffte es der HCD sich Stück für Stück an den Ausgleich ran zu kämpfen. Und so war plötzlich beim Stand von 17:15 durch Milan Sedivec Junior alles wieder offen. Doch leider verpassten es die HCler erneut, die aufsteigende Euphorie auszunutzen. Just in dieser Phase erlaubte man sich erneut technische Fehler und Fehlwürfe, erlaubte es den Landshutern den Vorsprung erneut auf 5 Treffer durch Elezovic auszubauen (21:16, 55. Minute). Diesen Vorsprung ließen sich die Hausherren nicht mehr nehmen und mit einem sehenswerten Kempa-Trick exekutierten sie alle Hoffnungen der Gäste. Mit 20:24 geht die Partie verloren und erneut reichten eine tolle Aufholjagd nicht, die verschlafene erste Halbzeit wett zu machen. „Die Saison ist noch lange und wir haben noch alles selbst in der Hand“, so Coach Sedivec der seine Jungs positiv Stimmt, vor Allem im Hinblick auf den zweiten Spielabschnitt.

Jetzt heißt es unter der Woche wieder Vollgas geben und dann kommende Woche zuhause gegen Wacker Burghausen ab Minute Eins da weitermachen, wo man in Landshut aufgehört hat.

Für Deggendorf spielten: (Tor) Eberhardt, Detlaf, (Feld) Poek(11/5), Sedivec(3), Aigner, Lotos (je 2), Stengl, Zaglauer (je 1), Pasha, Buchner, Grill, Setlik, und Czisch.

Ansonsten war auch im Bereich der Jugend wieder einiges geboten. Bereits am Samstag bestritt die neu fusionierte männliche A-Jugend aus HCD und der SSG Metten ihr erstes Saisonspiel. Und das gleich sehr erfolgreich. Mit einem 22:20 konnten sich die Jungs in der Klosterhalle in Metten gegen den ETSV Landshut durchsetzen.

Am Sonntag startete dann zunächst die männliche D-Jugend in den Handballtag. Leider mussten sich HCler im Derby gegen die SSG Metten mit 14:22 geschlagen geben.

Im Anschluss konnte aber dann die männliche C-Jugend diese Niederlage wieder ausgleichen. Mit einer sehr dünnen Personaldecke und ohne Auswechselspieler konnten die Deggendorfer mit ganz viel Kampf den ETSV Landshut mit 16:14 niederringen.

1. Spieltag

Missglückter Saisonauftakt für Deggendorfer Handballer

Hoffnungsvoll und optimistisch starteten die Mannen des HC Deggendorf in die neue Saison 2021/22. Nach einer langen und intensiven Vorbereitung ging es nun endlich los, letztendlich mit einem weniger erfreulichem Ergebnis. Gegen die Eisenbahner aus Landshut musste man sich nach langem Kampf und einer späten Aufholjagd 26:29 geschlagen geben.

Zu Gast war mit dem ETSV 09 Landshut ein altbekannter und unbequemer Gegner, mit dem man sich auch in der Vergangenheit schon oft heiße Duelle lieferte. Der Kader: eine Überraschung. Noch vor Corona war die Truppe um die Trainer Käser und Gensberger aufgestiegen und will sich nun in der Bezirksoberliga behaupten.

Der HCD konnte aus den Vollen schöpfen und mit einem 14-Mann Kader antreten, jedoch verletzte sich Routinier Zeljko Grbic ausgerechnet am Tag vor dem Spiel im Training an der Wade, fehlt nun auf unbestimmte Zeit. Eine deutliche Schwächung vor Allem im Deggendorfer Abwehrriegel. Jedoch konnte sich auch das restliche Deggendorfer Aufgebot durchaus sehen lassen.

Die ersten Minuten des Spiels verliefen zäh auf beiden Seiten, jedoch schaffte es der ETSV sich nach 20 Minuten bereits eine 5 Tore Führung zu erarbeiten, insbesondere durch Lipovic, der die Deggendorfer Abwehr immer wieder vor Probleme stellte, die bis dahin nicht wirklich eingespielt wirkte und einfach deutlich zu passiv agierte.

Bis zur Halbzeit konnte man zwar auf 10:13 verkürzen, man tat sich aber auf beiden Seiten der Platte sichtlich schwer an Oberwasser zu gewinnen. Höchste Zeit, dass sich Coach Sedivec in der Halbzeit seine Mannen zur Brust nahm.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts ein kurzes Aufbäumen, jedoch versäumte man es, trotz guter Möglichkeiten, den Anschluss wieder zu finden. Immer wieder scheiterte man am gegnerischen Keeper und durchaus am eigenen Unvermögen. Dadurch konnten die Gäste zwischenzeitlich auf 12:19 davonziehen, die Messe schien vorzeitig gelesen. Nach einem Time Out von Coach Sedivec sammelten sich die Mannen wieder und besonders Lotos und Poeck nahmen nun die Zügel in die Hand, um den Vorsprung Stück für Stück zu verkürzen, sodass man bis auf 26:28 nochmal herankam. Doch leider erfolgte der Schlussspurt des HCD an diesem Tag zu spät, es reichte nicht mehr zur erhofften Wende.

Alles andere als ein Beinbruch für den HCD, denn die Saison ist noch lange. Allerdings muss Trainer Sedivec bis zur kommenden Woche noch an einigen Stellschrauben drehen um dann gegen die Reserve der TG Landshut zu bestehen. Hier möchte der Deggendorfer Trainer mit seiner Truppe an alter Wirkstätte definitiv eine bessere Figur machen.

Es spielten: (Tor) Eberhardt, Detlef, (Feld) Poek(8/2), Sedivec(6/1), Lotos(5), Schoenenberg, Aigner (je 2), Stengl, Zaglauer, Grill (je 1), Pasha, Buchner, Baumann und Setlik.

Die männliche D-Jugend hatte ebenfalls den ersten Einsatz der Saison. Leider kam man auswärts bei der JHG Regendreieck ordentlich unter die Räder. Mit einer klaren 38:9 Niederlage, mussten die Jungs des HCD die Heimreise antreten.

Die Spiele der männlichen A-Jugend und männlichen C-Jugend bei der HSG Bayerwald mussten beide coronabedingt abgesagt werden.